Meine Wikinger

Sonntag, 27. Mai 2012

Wie sammelt man Zubehör und Ladegut?

Durch eine Sammlungsauflösung bin ich an einen größeren Posten Ladegut und Zubehör gekommen. Dadurch sind bereits früher aufgekommene Fragen wieder aktuell geworden, eine wirkliche Antwort habe ich darauf aber auch noch nicht gefunden.
Wie geht man mit Zubehör und insbesondere Ladegut in der Sammlung um?
Handelt es sich um einzelne Sammlerstücke wie bei den Fahrzeugen oder ist es nur Beiwerk um die Fahrzeuge auf Dioramen präsentieren zu können?
Wie geht man mit Zubehör um, das zwar für Dioramen geeignet, aber nicht mehr im Sammlerzustand ist, z.B. einzelnen Ladegut-Teilen?
Was macht man mit verpacktem Zubehör, mit dem man auf Dioramen nichts anfangen kann, z.B. Ladegut in OVP am Spritzling?
Sammelt man Bausätze, z.B. von Ampeln, dann doppelt, einmal verpackt am Spritzling und einmal montiert für Dioramen?
Sammelt man auch Verpackungsvarianten, wie z.B. unterschiedliche Preise?
Sammelt man, wie bei Autos, jede Variante einmal, oder soviel wie man für Dioramen braucht?
Wie viel ist genug, ab wann hat man etwas übrig zum Abgeben?
Kann man überhaupt genug bzw. zuviel Zubehör haben? ;-)
Verschiedenes Wiking-Zubehör
Da hat sicher jeder eine eigene Meinung und ich werde mal versuchen, meine Ansicht darzulegen.

Handelt es sich um einzelne Sammlerstücke wie bei den Fahrzeugen oder ist es nur Beiwerk um die Fahrzeuge auf Dioramen präsentieren zu können?
Für mich handelt es sich bei Zubehör ebenfalls um Sammlerstücke. Autos und Zubehör wurden gleichermaßen von Wiking in den Bildpreislisten eigenständig angeboten und werden auch im GK, sowie im Saure Preisführer (PCS) als jeweils eigene Sammlerstücke betrachtet und aufgelistet. Hier muss man allerdings bedenken, dass im PCS auch Ladegut aufgelistet wird, dass es nicht einzeln gab, sowie Zugmaschinen, die es nur zusammen mit einem Auflieger gab.
Sicherlich ist Zubehör praktisch um Autos auf Dioramen schöner präsentieren zu können, auch der Spielwert der Fahrzeuge wurde/wird gesteigert. Dennoch ist es nicht nur Beiwerk, sondern ebenfalls Teil der Sammlung und ein eigenes Sammelgebiet.

Ladegut Typ 2 (plus Fässer) in verschiedenen Farben
Wie geht man mit Zubehör um, das zwar für Dioramen geeignet ist, aber nicht mehr im Sammlerzustand ist, z.B. einzelnen Ladegut-Teilen?
Zubehör, dass nicht mehr im originalen Zustand ist, wie einzelne Ladegut-Teile, montierte Bausätze u.ä., wird bei mir zur Ausschmückung von Dioramen verwendet und ist geordnet in Sortierkästen verstaut. In der Liste meiner Wiking-Modelle werden diese Teile jedoch nicht erfasst, sie sind, so wie Bastelmodelle, zwar Teil der Sammlung, allerdings tatsächlich nur als Beiwerk.

Was macht man mit verpacktem Zubehör, mit dem man auf Dioramen nichts anfangen kann, z.B. Ladegut in OVP am Spritzling? Sammelt man Bausätze, z.B. von Ampeln, dann doppelt, einmal verpackt am Spritzling und einmal montiert für Dioramen?
Zubehör-Bausätze verpackt und montiert
Verpacktes Zubehör hat mich lange nicht interessiert, da man es nicht auf Dioramen verwenden kann, und es auch in der Vitrine kaum dekorativ präsentiert werden kann. Ich habe mein Geld also lieber anders investiert als dafür, dass ich das Zubehör entweder nicht sehen kann (Papiertüte), oder es nicht montiert ist, und daher weder gut aussieht, noch zum "Spielen" verwendet werden kann. Inzwischen habe ich doch auch original verpacktes Zubehör am Spritzling, bin mir aber noch nicht sicher, ob ich es behalten werde.
Möchte man das Zubehör im Originalzustand sammeln, aber auch Dioramen bauen, wird man zwangsläufig einige Teile doppelt sammeln müssen. Das wird auf Dauer natürlich recht teuer, auch wenn einzelnes montiertes Zubehör günstiger ist als die verpackten Varianten am Spritzling.

Sammelt man auch Verpackungsvarianten, wie z.B. unterschiedliche Preise?
Ladegut-Sortiment in drei Packungsvarianten, unterschiedliche Tütengröße, Tütenart und verschiedene Preise
Die Vielfalt an Verpackungsvarianten und unterschiedlichen Preisen, die als Druck ja Bestandteil der Verpackung sind, ist mir erst durch den PCS klar geworden. Wer hier vollständig werden will, muss beachtliche Summen für einen Stapel PVC-Beutel ausgeben, wobei beim Ladegut durch die zufällige Bestückung zumindest eine gewisse Abwechslung gegeben ist. Bedenkt man, welche Summen teilweise für alte Prospekte usw. ausgegeben werden, relativiert sich das allerdings wieder.
Auch bei Automodellen kann man OVP mit unterschiedlichen Preisangaben sammeln, bzw. unterschiedliche OPS. Hier gibt es allerdings keine entsprechende Übersicht über die potentiell vorhandenen Varianten.
Wer sich bei der Variantenunterscheidung, und damit bei der Entscheidung, ob etwas doppelt vorhanden ist, nach dem PCS richtet, müsste auch unterschiedliche Preisaufdrucke sammeln.
Ich habe mich was das Ladegut angeht noch nicht entschieden, bei Autos zählen auch laut GK oder PCS identische Modelle nicht unbedingt als doppelt, wenn sie sich in, im Katalog nicht berücksichtigten Details unterscheiden. Dies kann eine andere Inneneinrichtung, andere Räder o.ä. sein. Die drei Verpackungstypen Plastiktüte, Papiertüte und PVC-Beutel unterscheide ich auf jeden Fall.

Sammelt man, wie bei Autos, jede Variante einmal, oder soviel wie man für Dioramen braucht? Wie viel ist genug, ab wann hat man etwas übrig zum Abgeben?
Bei Auto gibt es da ja verschiedene Ansichten, manche sammeln jede aufgeführte Variante, andere nur Formvarianten und wieder anderen reicht je ein Grundmodell. Bei Zubehör und Ladegut könnte man es genauso machen, für Dioramen kommt man damit aber nicht weit. Da dürfen es dann auch mal mehrere Laternen oder Ampeln sein. Bei Verkehrszeichen ist es ebenfalls sinnvoll mehr als nur ein Vorfahrtszeichen zu haben und auch mit der Bestückung der Verkehrszeichen-Sets kommt man nicht unbedingt weiter.
Bei Zubehör, dass man auf Dioramen nicht verwenden kann, weil es unmontiert in OVP ist, mache ich es wie bei den Autos, da gibt es jede Variante nur einmal. Bei größerem Zubehör, wie Tankstellen oder Garagen ist das genauso, wobei es dabei so viele Varianten gibt, dass es für mehrere Dioramen reicht, ohne etwas doppelt zu verwenden.
Schwieriger wird es bei Zubehör, dass nur auf Dioramen verwendet wird. Laut dem PCS ist einzelnes Ladegut nahezu wertlos, manche Varianten werden mit je 1-2€ angegeben. Bei einzelnen Figuren (für Dioramen viel praktischer als zusammenhängende) sieht es ähnlich aus. Auch wenn sie einzeln kaum einen Sammlerwert haben, haben sie natürlich schon ihren Preis und von Fässern, Milchkannen, Kisten oder Figuren kauft man auch selten nur einzelne Exemplare.
Aber wie viel davon ist genug, ab wann kann man etwas abgeben?
Wiking Ladegut im Einsatz
Um Ladeflächen komplett zu bestücken, ist einiges an Ladegut nötig. Eine unverglaste Standard-Pritsche fasst 17 Ölfässer oder 5 große Holzkisten, der Chevrolet-LKW braucht etwa 40 Milchkannen um vollständig beladen zu sein. Aber ist der Anspruch alle Pritschen der Sammlung beladen zu können?
Wenn man eine Lagerhalle oder ein Möbelhaus nachbauen möchte, dann sind natürlich größere Mengen nötig.
Letztendlich bleibt es also wohl eine Gefühlssache, wie viel Ladegut man abgeben kann oder möchte. Denn eine feste Menge, ab der man genug hat, die gibt es wohl kaum.
Bei Figuren oder Bäumen kann man wohl auch nie zu viele haben, es können höchstens irgendwann genug sein, so dass man welche abgeben kann. Bei Modellen wie der Hebebühne oder der Drehampel sieht es etwas anders aus. Die Zahl der Varianten ist sehr überschaubar und auch auf Dioramen braucht man da nicht viele von, außer man möchte eine große Werkstatt nachbilden. Irgendeine Ausrede wird man also wohl finden, so wie man auch bei Autos u.U. kleine Unterschiede findet, um sie nicht wieder abgeben zu müssen.
Vernünftig ist das nicht, aber die Vernunft kommt bei diesem Hobby ja sowieso etwas zu kurz
;-)

Mittwoch, 25. April 2012

Spielstraßen: Stadt mit Wald und Rennstrecke

Wer sich auf www.spielstrassen.com umschaut, wird sehen, dass es nicht nur Stadtstraßen, sondern auch andere Fahrbahnen, sowie entsprechende Füllplatten gibt. Diese lassen sich mit entsprechenden Übergangsplatten miteinander kombinieren, so dass große abwechslungsreiche Pläne entstehen können.
Hier ist nun ein Diorama entstanden, dass den gesamten Esstisch bedeckt und dabei einen Stadtrand, einen Teil einer Rennstrecke sowie die dazwischen liegenden Straßen durch ein Waldstück darstellt:


Die Übergänge zwischen Stadt-, Land- und Sandstraßen sind entsprechend dargestellt. Für die entsprechenden Übergänge bei den Füllplatten gäbe es auch passende Platten, die habe ich allerdings nicht. Alleine für dieses Diorama wurden 144 Platten und ein Esstisch mit Ausziehplatte benötigt.

Von der Rennstrecke ist die Startgerade mit Boxengasse dargestellt. Vor den Augen einiger Zuschauer kämpfen hier Porsche Spyder und Mercedes Silberpfeile gegeneinander. In der Boxengasse steht das Personal bereit um bei technischen Problemen zu helfen, Reifen zu wechseln und nachzutanken.

Neben der Rennstrecke befindet sich ein Parkplatz für die Zuschauer, sowie ein Imbiss und ein Cafe, um die Besucher zu versorgen. Im Hintergrund sieht man noch die Bushaltestelle, für die Zuschauer, die ohne Auto zur Rennstrecke kommen. Angesichts der begrenzten Plätze sicherlich eine gute Idee. Ob die beiden gelben Fan-Busse im Vordergrund noch einen Parkplatz finden werden ist bereits fraglich.

Da ist es sicherlich nicht hilfreich, wenn ein Besucher gleich zwei Parkplätze belegt, wie es dieser DKW durch den Reiseanhänger tut. Vermutlich kommen diese Zuschauer von weiter weg, daher ist zu befürchten, dass sie diese Plätze noch länger besetzen. Einen Campingplatz gibt es hier nicht, aber vielleicht wäre es auch möglich gewesen das Quartier eher am nahen Waldrand aufzuschlagen. Dort wäre es sicherlich auch ruhiger gewesen als hier auf dem Parkplatz.

Wirklich ruhig ist es am und im Wald allerdings momentan auch nicht, wie man im Hintergrund sieht, gibt es dort einigen Verkehr. Der Grund ist dieser umgestürzte Baum, so dass der Verkehr von der Polizei über die beiden Nebenstrecken umgeleitet werden muss. Die Feuerwehr versucht währenddessen, den Baum zu beseitigen um die Straße bald wieder freigeben zu können. Der Rüstwagen steht mit Kran und Seilwinde schon bereit und wartet nur darauf, dass der Baum zerlegt wird, um ihn dann von der Straße zu entfernen.

Mitten im Wald steht das Haus des Försters, vor der Tür sein Munga sowie der Unimog. Offenbar gibt es am Vordach etwas zu tun, die Leiter ist schon dort angelehnt. Der Förster selber scheint aber noch etwas anderes zu tun zu haben und ist nicht zu sehen. Vielleicht wartet er auch einfach ab, bis die Umleitung aufgehoben ist und sich der Verkehr wieder legt, denn die Straße vor seinem Haus ist nicht befestigt, die Fahrzeuge wirbeln also eine Menge Staub auf.

Wer die Sandstraße hinter sich hat trifft am Stadtrand wieder auf die Landstraße.Die Polizei leitet dort den Verkehr um, während weiter hinten die Feuerwehr beschäftigt ist. Im Hintergrund sieht man die ersten drei Häuser eines kleinen Neubaugebietes. Wohnen am Stadtrand ist attraktiv und wer sich kein großes Landhaus leisten kann, nimmt sich einfach eines der kleinen bunt gestalteten Häuser.

Am linken Haus sind noch Handwerker beschäftigt, es fehlt noch ein Fensterrahmen. Vor den beiden anderen Häusern stehen bereits die Fahrzeuge der stolzen neuen Eigentümer. Auch an den Versorgungsleitungen wird noch gearbeitet, um das Neubaugebiet vollständig an die Infrastruktur der Stadt anzubinden.

Was noch fehlt ist allerdings eine Bushaltestelle, wie es sie hier vor dem Landhaus gibt. Die Busse fahren von hier aus weiter in die Stadt hinein und auch bis zur Rennstrecke hinter dem Wald. Im Hintergrund sieht man die Anfänge der Stadtbebauung, das Theater mit Vorplatz sowie das Krankenhaus auf der linken Seite.

Noch ein Blick auf das Theater, viele Fußgänger sind unterwegs, denn in den anderen Gebäuden finden sich einige Geschäfte und Lokale. Um die belebte Kreuzung zu sichern, ist sie nicht nur mit einer Ampel ausgestattet, sondern auch beleuchtet. Die Straßenränder rund um die Kreuzung sind mit Pflanzkästen begrünt um die Stadt trotz der tristen Gebäude etwas attraktiver zu machen.

Zum Schluss noch ein Überblick über die Stadt und den angrenzenden Wald, sowie von der Rennstrecke in Richtung Stadtrand.

Auf eine detailliertere Gestaltung des Dioramas mit Ladegut und weiterem Zubehör wurde aus Zeitgründen verzichtet. Das gesamte Diorama detailliert auszustatten hätte allerdings auch eine Menge an Zubehör benötigt und wäre mir wohl nicht so einfach möglich gewesen.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Spielstraßen: Am Bahnhof

Genau genommen handelt es sich hier wohl nicht um einen Bahnhof, sondern nur um einen Haltepunkt, aber auch dieser kann regional eine gewisse Bedeutung haben. Dieser Haltepunkt etwa gehört zu einem Vorort und hat auch touristische Bedeutung. So gibt es hier neben einem kleinen Gebäude und zwei Taxi-Halteplätzen auch einen Platz für Reisebusse und auch ein kleiner Güterumschlag findet hier statt. Für einen Bahnsteig hat es allerdings nicht mehr gereicht.

Am Ende des Zuges ist ein Güterwagen angehängt, von dem die Ladung direkt auf die wartenden Kleintransporter verladen wird. Für die örtliche Autowerkstatt gibt es vier volle Ölfässer, die bereits auf dem VW T1 stehen und der Gärtner hat ein paar Säcke Dünger und eine Kiste mit Werkzeugen bestellt, die er nun mit seinem Unimog abholt. Natürlich steht auch die Post bereit, um Päckchen und Pakete einzuladen, per Handwagen werden sie zum wartenden MB L319 gebracht.

Nebenan steht ein Setra S8 bereit, um die Fahrgäste vom Zug in das nahe Erholungsgebiet zu bringen. Die meisten Gäste sind nur für einen Tagesausflug hier, aber, wie die Koffer zeigen, haben sich manche Gäste auch für einen längeren Aufenthalt entschieden.
Der Busfahrer empfängt seine Gäste am Bus und beantwortet geduldig alle Fragen Schließlich wollen alle einen schönen Tag verleben und auch wieder gut und rechtzeitig zurück kommen, wofür er mit einem entsprechenden Pendelverkehr sorgen wird.

Wer woanders hin möchte kann sich ein Taxi nehmen, so wie diese Frau, die gerade auf den wartenden Opel Kapitän zusteuert. Im Hintergrund informieren sich zwei weitere Passanten über das regionale Kulturprogramm. Für die meisten Veranstaltungen müsste man allerdings mit dem Zug in die nächste Stadt fahren, außer schöner Natur mit ein paar Restaurants hat man hier nicht viel zu bieten.

Im kleinen Stationsgebäude kann man nicht nur Fahrkarten kaufen, es fungiert auch als kleine Touristeninformation. Wer Wanderkarten oder Ansichtskarten haben möchte ist hier richtig. Während ihre Eltern sich also über die Angebote informieren nutzen diese beiden Jungen die Arkaden um Fangen zu spielen.

Auf der anderen Seite des Gebäudes beeilt sich diese Familie den Zug noch rechtzeitig zu erreichen. Der Sohn ist natürlich der schnellste, die Mutter hängt mit dem Kinderwagen doch deutlich hinterher. Da sie direkt am Lokführer vorbei laufen, wird dieser sie aber wohl noch sehen und auf sie warten.

Vor dem Gebäude warten noch einige andere Personen, teilweise mit Gepäck, offenbar fahren von diesem Haltepunkt verschiedene Züge ab. Bei der wartenden Gruppe wäre es natürlich auch möglich, dass sie auf jemanden warten oder gerade jemanden zum Zug gebracht haben. Wer aus seinem Kurzurlaub noch eine Ansichtskarte schreiben möchte, hat hier auch noch die Möglichkeit diese einzuwerfen.

An den Personenwagen stehen noch ein paar Personen, um sich zu verabschieden. Die meisten Passagiere sind bereits an ihren Plätzen, der Begleitung bleibt nur vor dem Fenster zu warten um bei der Abfahrt zum Abschied zu winken. In der Mitte steht die gesamte Familie versammelt, um die Großeltern nach deren Besuch zu verabschieden. Diese haben sich extra noch auf die Außen-Plattform gestellt, damit die Kinder sie besser sehen können.

Auch auf der Plattform des letzten Passagierwagens stehen noch zwei Fahrgäste um sich zu verabschieden. Die beiden Töchter winken sich zum Abschied zu, während ihre Mütter geduldig warten. Bei jungen Mädchen kann so etwas ja schon mal ein bisschen dauern. Viel Zeit bleibt ihnen nicht mehr, denn der Zug wird gleich abfahren.

Unabhängig von dem Zugverkehr und den verschiedenen Abschiedsszenen, läuft auf der Bahnhofsstraße der Verkehr. Im Moment steht er allerdings eher, da gleich zwei Paare mit Kinderwagen die Straße überqueren wollen. Dem Motorradfahrer links geht das Ganze etwas zu langsam, er nutzt die Gelegenheit um sich langsam vor zu schieben. Hoffentlich sehen ihn die Autofahrer beim Losfahren, das könnte sonst ziemlich gefährlich werden.

Zum Abschluss noch der Blick aus der anderen Richtung die Bahnhofsstraße entlang. Im Vordergrund ein Chevrolet, beladen mit Milchkannen, im Hintergrund der Taxistand und der Reisebus.

Die Lok sowie die beiden Personenwagen und die Gleise sind von Piko (DDR), der Gepäckwagen von Märklin und die Straßenteile von www.spielstrassen.com. Der Hersteller des Bahnhofs ist mir leider nicht bekannt, er hat als Bodenprägung nur "Made in W. Germany". Alle anderen verwendeten Teile sind von Wiking.

Samstag, 28. Januar 2012

Spielstraßen: Der Parkplatz

Zu einem richtigen Straßennetz gehören auch Parkplätze, daher gibt es von den Spielstraßen ein Set von sechs Karten, die zusammen einen großen Parkplatz mit Zufahrt und Zebrastreifen ergeben. Theoretisch ließe er sich auch noch vergrößern, wenn man das eine Mittelteil mehrfach verwendet.
Auf einem solchen Parkplatz, wie hier am Rande eines Geschäftsviertels, passiert mehr als man denkt. Es ist mehr als nur ein Platz auf dem Autos abgestellt werden, es ist auch der Schauplatz kleinerer und größerer Dramen, eine Bühne für fahrerische Glanzleistungen beim Einparken und für Parkversuche über die man besser schweigt. Die Menschen dort sind nicht nur einfach Fahrer und Passagiere, sondern jeweils eigene Persönlichkeiten, die ihre eigene Geschichte haben und diese erzählen, wenn man sie nur aufmerksam genug beobachtet.

Beginnen wir mit dem Ehepaar Becker am grünen Opel Caravan. Vom sicherlich nicht erholsamen Einkauf zurückgekehrt stehen sie wieder am Auto, sie mit zwei Taschen und einem Buch unterm Arm, er mit Aktentasche und ihrem neuen Mantel. Wie zwei Kontrahenten stehen sie sich gegenüber: "Aufschließen? Ich dachte du hast den Schlüssel!" Als würde dies noch nicht für genug Spannungen sorgen, hat Herr Becker natürlich längst die beiden eleganten Coupes rechts und links von seinem Kombi entdeckt. Sowas würde er ja viel lieber fahren, aber mit Familie braucht man halt Platz. Auch Frau Becker sind die Nachbarn nicht entgangen, was zu der Frage führt, wer sich bloß für dieses maigrün entschieden hat, rot wäre doch eine viel schönere Farbe. Man müsse sich nur mal auf dem Parkplatz umsehen, lauter schöne rote Autos...


Etwas weiter rechts wartet Herr Fischer in seinem Käfer am Fußgängerüberweg. Nicht nur, dass der Strom an Fußgängern kaum aufzuhören scheint (bis der Kinderwagen vorbei ist, kommen von links die nächsten), jetzt muss er auch noch auf Fahrradfahrer aufpassen. Die haben hier ja nun wirklich nichts zu suchen. Dazu kommen noch so unaufmerksame Fußgänger wie der Herr rechts, der in der Zeitung liest während er läuft. Kein gutes Vorbild!
Neidisch blickt er auf das Pärchen vor ihm im korallenroten Cabrio. Zwar auch ein Käfer wie seiner, aber bei gutem Wetter einfach das Dach aufmachen zu können wäre schon schön...


Noch am Anfang ihrer Einkaufstour sind Herr und Frau Schreiber, aber auch hier bauen sich erste Spannungen auf. Herr Schreiber hat gerade erst seinen Opel Kapitän abgestellt, da darf er sich schon Vorwürfe anhören. Leider ist nicht zu verstehen worum es geht. Vielleicht stört es sie, wie schlampig ihr Mann wieder eingeparkt hat. Selbst wenn die Parkplätze zu kurz und ungewöhnlich breit sind, sollte das doch besser machbar sein. Vielleicht hat sie aber auch das Zeichen unter dem Auto entdeckt, das diesen Parkplatz als Behinderten-Parkplatz ausweist. Sie hat zwar selber keinen Führerschein, meint aber gehört zu habe, das dort nicht jeder parken darf. Herr Schreiber steht ruhig da, die Hände in den Manteltaschen, und wartet ab, bis seine Frau fertig ist mit ihren Vorwürfen. So etwas scheint bei den beiden wohl öfter vorzukommen.

Doch es gibt auch Leute die nicht zum Einkaufen oder sonstigen Vergnügungen hierher gekommen sind. Dazu gehört z.B. der Postbote der hier seinen VW Transporter einfach auf dem Gehweg abgestellt hat. Mit einem Handkarren liefert er seine Pakete aus und hat keine Augen für die Schaufenster um ihn herum. Ganz anders die Familie Hansen rechts im Bild, gemeinsam betrachten sie die Angebote des Zweirad-Geschäftes. Drinnen gibt es eine beeindruckende Auswahl an Fahrrädern und Motorrollern auf drei Stockwerken, da sollte doch etwas passendes dabei sein. Nur der Preis sorgt natürlich für Diskussionen, viel gibt das Konto nicht her.

Anders sieht es wohl beim Besitzer dieses schwarzen Mercedes 300 aus. Dank Chauffeur entfallen sowohl Fahrstress als auch Parkplatzsuche. Stattdessen wird dem Umfeld gezeigt 'seht her, ich bin erfolgreich. Ich kann mir so etwas leisten'. Woher er sein Geld hat ist nicht bekannt, vielleicht gehört im ja sogar eines der Unternehmen oder Geschäfte in diesem Viertel. Neidische Blicke sind ihm jedenfalls sicher.

Weiter geht es zur Familie Petersen, die zu viert vom Einkaufen zu ihrem Opel Caravan zurückkehrt. Der kleine Michael ist als erster am Auto, scheitert ohne Schlüssel aber an der verschlossenen Tür. Seine Eltern müssen erstmal an den Kofferraum, um die Einkäufe und den Kinderwagen zu verstauen. Verständlich, dass das Michael zu lange dauert. Er will nach Hause, der Einkauf hat ihm keinen Spaß gemacht, wieder hat er nicht bekommen was er wollte. Ob die Eltern Spaß hatten darf bezweifelt werden, aber eine Betreuung für die Kinder hatten sie nicht gefunden, also mussten beide mit zum Einkaufen.

Gegenüber parkt Herr Richter gerade sein Mercedes Cabriolet aus. Der Schulterblick muss dabei leider entfallen, sein Hals ist dazu zu steif und auf seine Frau als Einweiserin wollte er sich lieber nicht verlassen. Aber zum Glück ist hinter ihm frei und durch den Rückspiegel hat er ja dank fehlendem Dach freie Sicht nach hinten. Der soeben gekaufte Koffer für die nächste Reise ist auf der Rückbank verstaut, die restlichen Einkäufe passten zum Glück in den Kofferraum. In einem solchen Cabrio präsentiert man sich lieber mit einem aufgeräumten Innenraum, schließlich hat jeder ungehinderten Einblick. Bei dem nebenan stehenden 190SL wäre das mit dem Koffer wohl eng geworden. Schön und schnell mag er ja sein, aber bei der Alltagstauglichkeit hapert es dann doch.

Damit ist der Rundgang über den Parkplatz beendet. Wenn ihr demnächst mal an einem solchen Parkplatz seid und etwas Zeit habt, bleibt einfach ein bisschen stehen und beobachtet, es gibt so einiges zu entdecken ;-)

Sonntag, 22. Januar 2012

Diorama: Drahtachser-Dorf

Dieses Diorama entstand für ein Sammlertreffen in Wiesbaden und war dort mit einem Festumzug bestückt.
Nach dem Treffen wurden die Fahrzeuge wieder entschmückt und das Diorama mit Drahtachsern neu dekoriert. So steht es heute noch bei mir im Wiking-Zimmer:
Die Häuser sind von RS-Modell und Vau-Pe, die Bäume von Faller, die Zäune rechts von Hoffmann und der Polizist in der Mitte von Brawa, alle anderes Teile stammen von Wiking.
Wie so oft ist aus dem Dorfmittelpunkt mit Kirche eine große betriebsame Kreuzung geworden. Der viele Verkehr, fehlende Bürgersteige und der Parkplatz vor der Kirche sorgen für ein solches Gefahrenpotential, dass ein Verkehrspolizist auf einer erhöhten Plattform den Verkehr regeln und überwachen muss.
Die breite Zufahrtsstraße führt direkt auf die Kirche zu, nach einem kurzen Halt kann man entweder, wie die graue Schräghecklimousine, nach rechts abbiegen, oder, wie der leuchtgrüne Opel, hinter dem Polizisten nach links. Geradeaus sind die Parkplätze für Besucher der Kirche und des Friedhofs, zur Zeit stehen dort nur zwei Käfer.
Von einer ruhigen Wohnlage kann man hier wohl kaum sprechen, die Dodge Feuerwehr-Fahrzeuge stechen jedoch aus dem allgemeinen Verkehrslärm heraus. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Fahrer des Sportviersitzers noch einen Moment wartet und ihnen nachschaut, bevor er selber losfährt. Hoffentlich ergeht es ihm besser, als dem Fahrer des blauen Cabrios, das hier gerade abgeschleppt wird:
An der Tankstelle neben der Kirche unterhält sich der Tankwart gerade mit dem Fahrer des auffälligen VW Bus. Er hat natürlich sofort erkannt, dass dieser von der Serie abweicht und modifiziert wurde ;-)
Wem das jetzt alles zu bunt wird, für den gibt es das ganze auch noch mit weniger Farben:
Neben der Tankstelle steht dieses Haus, direkt an der Straße, aber dafür mit einem Porsche in der Einfahrt. Eine angenehme Alternative zu dem Fahrrad daneben, denn wie man im Vordergrund sieht, müssen sich Radfahrer und schwere LKW die Straße teilen. Im Hintergrund sieht man ein anderes Diorama, den Wochenmarkt.
Die Wiking-Modelle und die mit ihnen erschaffene Welt ist ein Abbild des realen Lebens und zu diesem gehört leider auch der Tod. Neben der Kirche steht diese Familie am Grab. Wer dort liegt kann nur vermutet werden, es ist jedoch erkennbar, dass jemand fehlt.
Auch auf der anderen Seite der Kirche steht eine Familie an einem Grab, das gerade neu bepflanzt wurde. Leider werden nicht alle Gräber so gepflegt, bei den meisten steht nur der Grabstein und erinnert an einzelne Schicksale.
Zum Abschluss noch zwei "alte" Bilder. Einmal der Blick über die Hecke in den Garten des dritten Hauses. In der Einfahrt steht ein blauer Opel, ein Fahrrad steht bereit. Im Hintergrund das Brandenburger Tor (Schaufensterdisplay).
Mit dem letzten Bild geht es wieder zurück an den Ausgangspunkt, die breite Hauptstraße. Mutter und Kind warten hier auf einer Verkehrsinsel darauf, dass der Fiat LKW vorbei gefahren ist.