Eigentlich sammle ich ja hauptsächlich HO-Automodelle und das Zubehör dazu, wie Figuren oder Verkehrszeichen. Aber manchmal kommt auch was anderes in meine Sammlung, so wie der Inhalt dieses Vitrinenfachs:
Hier finden sich Wiking-Artikel aus verschiedenen Jahrzehnten, die in meiner Sammlung einen gewissen Sonderstatus einnehmen.
Rechts vorne geht es los mit ein paar der für mich neuesten Modelle. Diese sechs Spielsteine aus Kunststoff wurden nach dem Krieg von Wiking im Maßstab 1:200 produziert. Dabei gab es folgende Modelle in verschiedenen Farben: Stromlinienrennwagen (Silberpfeil), US-Limousine, Käfer, Formel-Rennwagen, US-Cabrio. Sie waren 1949 Bestandteil geplanter Spiele von Ravensburger: "Autorennen", "Lustige Autofahrt" und "Rette dein Leben".
Darüber Vertreter der Wehrmachtsmodelle, ein großer Panzer, ein Geschütz mit Bedienmannschaft sowie ein kniender Schütze. Links daneben zwei Verkehrspolizisten und (auf einem anderen Bild besser zu sehen) die "Volksgenossen" dazu.
In dieser Ecke finden sich alle Schiffe, die ich habe. Begonnen hatte es mit der Scharnhost (hinten) als Belegmodell und dem Leuchtturm. Bei diesem ist zwar leider der Mast abgebrochen und auch der Turm wurde auf der Insel neu aufgeklebt, aber dafür funktioniert auch nach über 70 Jahren noch immer die Glühbirne. Später kamen als Gelegenheitskäufe noch der Hafenschlepper, die Tsingtau, die Meteor (dreimal) sowie ein Minensuchboot dazu. Dazu, wenn auch kein Schiff, kommt noch die Hafeneisenbahn im Vordergrund.
Der Schiffskarton im Hintergrund passt leider zu keinem meiner Schiffe, er gehört zum Kreuzer "Karlsruhe". Davor etwas völlig modellfremdes, aber trotzdem von Wiking, ein Steckkamm und ein Herrenkamm (kennt irgendwer den Unterschied zwischen Damen- und Herrenkamm?). Mit der Produktion solcher Kämme (und anderen Produkte) hielt sich Wiking in der unmittelbaren Nachkriegszeit über Wasser und verteilte sie auch an die Mitarbeiter, die sie als Schwarzmarktwährung nutzten. Die Kämme sind graumelliert und bestehen aus dem Granulat zermahlener Fluzeugmodell, wie es auch für die ersten Drahtachser verwendet wurde. Übrigens ist genau dieser Steckkamm im Buch "Der Modell-Mythos Wiking" von U. Biene auf S. 27 zu sehen.
Davor vier Figurengruppen, hinten die stehenden Personen Typ C in rauchtransparent-melliert, vorne die Volksgenossen in 1:200.
Hier ein weiteres Belegmodell, der Fieseler Storch als mein einziges 1:200 Flugzeugmodell. Mir wurde gesagt seine Kunststoffnabe weist auf ein frühes Modelljahr hin, etwa 1941. Daneben zwei Metall-Flugzeuge in 1:1250, ein drittes mit Propellerscheiben befindet sich im Vordergrund. Es steht, zusammen mit Modellen des Sikorsky Hubschraubers, Düsenjägern und drei weiteren Flugzeugen auf dem Flugzeugträger "Hermes".
Dahinter fünf Tiere (2 Kamele, 2 Löwen, eine Kuh) der Arche Noah, auch sie, wie die Kämme, Zeugen der Neuorientierung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Wesentlich farbenfroher als das bisher gezeigte ist die linke Seite, hier allerdings mit Modelle, die so nicht von Wiking stammen. Es handelt sich, soweit ich weiß, um moderne Abgüsse aus Pilot-Formen. Wie man sieht, hängen am Spritzling jeder kleinen Tankstelle sechs Flugzeuge im Schiffsmaßstab. Die Tankstelle hat im Bereich der Armaturen Formabweichungen gegenüber dem Wiking-Modell, außerdem ist am Schrank unten der PILOT-Schriftzug ausgekratzt.
Rechts sieht man etwas, dessen Existenz mir lange Zeit selber unbekannt war. Um das unbeabsichtigte Abkuppel von Anhängern zu vermeiden, gab es von Wiking, eine Kupplungssicherung. Dabei handelt es sich um kleine Ringe aus dem Material aus dem auch die späten Königszapfen sind. Diese werden mit Hilfe des extra mitgelieferten Griffs auf den Zughaken gesetzt und verhindern somit, dass die Deichsel des Anhängers abrutschen kann.
Darüber noch ein paar Spritzlinge, Ladegut, Mülltonnen, Lenkräder und Busfahrer.
Links oben in der Ecke liegen zwei Stapel Strafzettel, die beiden Varianten mit und ohne Süßigkeiten. Der eine Block ist benutzt und vier beschriebene Zettel lagen dabei. Hier hat also wirklich ein Kind Polizist gespielt und Strafzettel für seine Modelle ausgestellt.
Zu Lesen ist:
"Der Opel-LKW wird wegen schlechten Beladens, Verstoß gegen §§ 72 [...] verwarnt. GEBÜHR 25 DM."
Wofür der Krankenwg., gemäß § 72, 200 DM zahlen soll ist nicht zu erkennen, irgendwas mit Fahrerflucht.
Der LKW-Dodge soll wegen fahrlässigen Fahrens 100 DM zahlen, auch hier wurde gegen Paragraf 72 verstoßen. Wegen zu hohen Fahrens soll der LKW-Dodge sogar 2000 DM zahlen, diesmal wurde gegen § 53 verstoßen.
Die doppelten §-Zeichen im Vordruck erlauben die Angabe mehrer Paragrafen, in diesem Fall wäre also nur eines richtiger. Paragraf 72 der StVO gibt es übrigens nicht, der ebenfalls verwendete Paragraf 53 ist der letzte und regelt das Inkrafttreten der StVO. Wie diese Rechnungen bezahlt wurden, ob vielleicht der Vater als Verkehrssünder herhalten musste, ist nicht bekannt. Vielleicht wurde aus diesem Jungen ja später ein eifriger Verkehrspolizist, oder wenigstens ein vorbildlicher Verkehrsteilnehmer.
Dieses Vitrinenfach ist immer gut geeignet um Leuten die Wiking nur durch die Automodelle kennen, mal zu zeigen wie vielfältig das Thema Wiking ist. N-Modelle stehen woanders, 1:40 habe ich leider noch keine.
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Sonntag, 11. September 2011
Blick in die Vitrine: Auch das ist Wiking...
Samstag, 23. April 2011
Blick in die Vitrine: Verkehrserziehung
Wiking-Modelle wurden früher häufig für die Verkehrserziehung in Schulen oder Fahrschulen genutzt. Daher hatte Wiking auch eine Zeit lang extra Schulsätze im Angebot, Packungen, die alles enthielten, was für eine realistische Darstellung des Straßenverkehrs nötig war. Auch in der Werbung wurde dieser Nutzen der Modelle hervorgehoben, wie man an diesem bekannten Motiv, das auch den Hintergrund des Blogs bildet, sehen kann:
Es zeigt einen Berliner Verkehrspolizisten, der den Kindern aus einem Heim an zwei aufgebauten Straßenplänen etwas erklärt. Das Foto ist detailliert nachkoloriert, was rechts zu einem blauen MB L3500 Löschfahrzeug geführt hat. Der Junge neben dem Polizisten trägt ein Hemd mit dem Brandenburger Tor und den Olympischen Ringen, damals bereits über 10 Jahre her. Ob es sich um einen (neudeutsch) "Merchandising"-Artikel oder um die Kleidung von Mitwirkenden (Helfern?) handelt, weiß ich nicht.
Einige Jahre später wirbt man mit diesem Bild, die selben Kinder, aber nun mit verglasten Modellen. Eindeutig eine Fotomontage, allerdings eine recht gut gemachte. Der Junge mit dem Olympia-Hemd hat noch immer die Garage in der Hand, das Auto an der Hand des Polizisten wirkt wie nachträglich eingefügt. Doch das Thema, ein Polizist, der Kindern anhand von Wiking-Modellen den Straßenverkehr näher bringt, das scheint auch nach Jahren noch aktuell zu sein.
Nachtrag: Das Original zu der Fotomontage findet sich übrigens auf der Titelseite einer Bildpreisliste vom Oktober 1954. Die Anordnung der Modelle ist gegenüber dem farbigen Bild leicht verändert, der Polizist hält ein Modell (Tempo Matador Flachpritsche) in der Hand. Dieses Modell ist auch auf der obigen Abbildung sichtbar, allerdings nicht als unpassendes unverglastes zu erkennen.
Nachtrag: Das Original zu der Fotomontage findet sich übrigens auf der Titelseite einer Bildpreisliste vom Oktober 1954. Die Anordnung der Modelle ist gegenüber dem farbigen Bild leicht verändert, der Polizist hält ein Modell (Tempo Matador Flachpritsche) in der Hand. Dieses Modell ist auch auf der obigen Abbildung sichtbar, allerdings nicht als unpassendes unverglastes zu erkennen.
In den 1950er - 1960er Jahren gab es in Sachen Verkehrserziehung einiges nachzuholen. Das deutlich gestiegene Verkehrsaufkommen und der technische Fortschritt brachten neue Gefahren und auch neue Vorschriften und Verkehrszeichen. Mit diesen mussten sowohl die erfahrenen Fahrer, als auch Fahranfänger und Kinder vertraut gemacht werden.
Dieses Vitrinenfach gibt einen kleinen Einblick, in die damalige Verkehrserziehung.
Im Vordergrund vier Lehrbücher, wie sie damals von verschiedenen Verlegern herausgegeben wurden. Rechts der Shell-Ratgeber "Fahren mit Pfiff", dass mit Zeichnungen, und Fotos realer wie auch mit Modellen nachgestellter Szenen Tipps und Hinweise für Autofahrer gibt. Mein Exemplar trägt einen Stempel der Fahrschule Roers aus Hamburg, wo es wohl früher eine sinnvolle Lektüre war.
Darüber liegen die Bände 1 und 3 des "Lehrbuch für Kraftfahrer" aus dem Degener-Verlag, der heute zum "Fachverlag für Fahrschulen und Verkehrserziehung" geworden ist. Der Inhalt orientiert sich an den Paragrafen der Straßenverkehrsordnung und ist wohl eher für Fahranfänger gedacht, während der Shell-Ratgeber sich auch an erfahrene Fahrer richtet. Es fällt auf, das wesentlich mehr technisches Wissen gelehrt wurde, als dies heute der Fall ist. Auf diesen Aspekt konzentriert sich das vierte Buch, "Car Care", 1956 herausgegeben von Castrol.
Allen diesen Büchern ist gemein, dass sie eine gewisse Portion Humor enthalten, um das Lesen angenehmer und den Stoff nicht zu trocken werden zu lassen. Aus heutiger Sicht bringen einige Aussagen den Leser unfreiwillig zum Schmunzeln: "Das moderne Kraftfahrzeug ist ständig vervollkommnet worden: zu einer zuverlässigen und unempfindlichen, nahezu narrensicheren Maschine [...]" (Fahren mit Pfiff), oder "Today's perfect motor car is swift and silent, safe and reliable. [...] The modern car is now a precision instrument and requires equally precise lubrication." (Car Care) Die aktuelle Technik wird offenbar jeweils als nahezu perfekt betrachtet. Ähnliche Aussagen finden sich allerdings auch schon in "Das moderne Automobil" von 1921 ;-)
Viele Aussagen haben jedoch auch heute noch ihre Gültigkeit: "Das Problem 'Maschine' ist weitgehend überwunden - Das Problem unserer Tage heißt 'Fahrer'" aus '"Fahren mit Pfiff" ist wohl eine zeitlose Aussage.
Im Hintergrund noch ein Straßenatlas von Continental für die "Besatzungszonen Deutschlands", bereits im erwähnten Buch von 1921 empfohlen, waren die Continental Straßenkarten wohl über Jahrzehnte eine Art Standardwerk.
Ein schönes Zeugnis der damaligen Zeit ist der Hinweis von Gasolin "Nimm Dir Zeit - und nicht das Leben!". Ein Spruch, der wohl auch heute noch aktuell ist, wie ich finde genial einfach und prägnant. Er ähnelt in Aussage und Machart, dem Hinweis, den meine Mutter früher von ihrer Mutter mit auf den Schulweg bekam "Lieber erst um vier zu Haus, als um drei im Krankenhaus".
Ein wichtiger Teil der Verkehrs(früh)erziehung, ist und war die Polizei. Daher befinden sich in der Vitrine auch drei Abzeichen Bremer Polizeiuniformen. Hier einmal in groß, das metallene Brust-Abzeichen der "BREMEN POLICE". Bremen war nach dem zweiten Weltkrieg amerikanisch besetzt, daher war auch die Polizei anfangs sehr amerikanisch geprägt. Dunkle Uniformen, achteckige Mützen und Metall-Abzeichen in Wappenform. Bis auf das Abzeichen also fast so wie heute wieder. Leider habe ich nur ein schlechtes Bild solcher Uniformen gefunden.
Wesentlich gewohnter ist da doch das grüne Ärmelabzeichen mit dem Schriftzug "POLIZEI" und dem farbigen großen Bremer Wappen. Auch dieses Abzeichen ist nun schon wieder Geschichte.
Aus der gleichen Zeit stammt auch das Blechauto links im Bild, 'Made in U.S.-Zone Germany" von Jean Höfler. Ein Zufallsfund aus einem Konvolut, der hier einfach nur als zeitlich passend einsortiert wurde.
Doch nun zurück zu Wiking, im Hintergrund steht die Schachtel des "Kleinen Schulsatz". Leider handelt es sich nur um die Schachtel mit dem eingeklebten Einsatz für die Modelle. Der Einsatz für das Zubehör fehlt und auch der komplette Inhalt. Hier habe ich die Bestückung mal mit Hilfe einiger meist neuerer Modelle nachempfunden. Zum Teil sind es laut GK 2003 aber auch die richtigen.
Pferdefuhrwerk, LKW mit und ohne Anhänger, Bus, Trecker, PKW und Transporter. Dazu noch Verkehrszeichen, Polizisten, Personen und Motorradfahrer, alle was man braucht um die wichtigsten Verkehrssituationen nachzustellen. Was genau früher mal in dieser Schachteln drin war lässt sich nicht mehr feststellen, überhaupt dürfte die Bestückung stark geschwankt haben. Die Datenbank weicht sowohl vom Gelben Katalog als auch von ihren eigenen und anderen Bilder ab. Die Modelle in den Schulsätzen unterschieden sich nicht von denen aus der Serie. Einzig bei der Drehampel und den Verkehrszeichen, wurde mir mal gesagt, die schwarzolivgrüne Farbe hätte es nur in den Schulsätzen gegeben. Da diese Farbgebung deutlich seltener ist als das übliche Lichtgrau, mag das sein, ich weiß es allerdings nicht.
Anderen Modelle sieht man ihre Vergangenheit deutlicher an. In vielen Fahrschulen wurden Magnettafeln verwendet. Um den Fahrschülern Situationen darstellen zu können, ohne, dass sich alle um auf dem Tisch stehende Modelle versammeln, wurden den Autos, und manchmal auch dem Zubehör, Magnete untergeklebt. Die Wiking-Modelle in diesem Fach, haben einen solchen Magneten. Wie die Drahtachser-Feuerwehr neben den verglasten PKW zeigt, war dies wohl einige Zeit so üblich. Der Unimog und der Pferdewagen (SIKU V 429), leider beschädigt im Hintergrund, waren in der Schachtel eines niederländischen Siku-Schulsatzes, die ich an meinen Wiking-Händler weiterverkauft habe. Viele Sammler empfinden diese Magnete als Mangel, sicherlich entsprechen diese Modelle nicht mehr dem Auslieferungszustand, dafür ist ihre Herkunft deutlich sichtbar und sie wurden im Dienste der Verkehrserziehung durchaus gemäß ihrer Bestimmung verwendet. Nicht zuletzt eignen sich die Modelle mit Magneten auch hervorragend, um sie auf Untergründen zu fotografieren, auf denen andere wegrollen würden. Daher verwende ich auch bevorzugt diese Modelle für meine "Wiking onTour" Fotos.
Sonntag, 6. März 2011
Blick in die Vitrine: Die Anfänge
Ich weiß nicht mehr, welches Modell mein erstes Wikingmodell war, es lässt sich wohl auch nicht mehr rekonstruieren. Der Anfang des Ganzen war ein Märklin Starter-Set, nachdem die Anlage abgebaut war, baute ich kleine Dioramen, dann ging es nur noch um Autos und dabei recht bald nur noch um Wiking. Dies sind die Modelle die von der Vor-Sammelphase übrig geblieben sind, dazu gibt es auch noch einige, die aber nur noch für die Bastelkiste taugen und sich auch dort befinden.
Die Modelle wurden damals fast alle von mir gesupert, haben tw. silberne Scheinwerfer, orange Blinker und rote Rücklichter. Außerdem haben einige Nummernschilder bekommen, damals selbst mit Word am PC erstellt. Dabei habe ich weitestgehend zufällige Kürzel vergeben und erst später festgestellt, dass ein Großteil meiner Modelle nun in Gelsenkirchen gemeldet ist. *g*
Aber der Reihe nach, die Walter Pieper Spedition habe ich selber mal gekauft, bis auf die Blinker noch super erhalten.
Den Reisebus habe ich mal geschenkt bekommen, zwischenzeitlich trug er auf meiner Anlage Werbung der "Deutschen BA", ein Aufkleber in einer ähnlichen aber scheußlich unpassenden Farbe. Inzwischen ist er wieder werbefrei, trägt aber deutliche Klebespuren von diversen Versuchen die Spiegel dauerhaft anzubringen.
Der Tankwagen gehört auch zu den ersten Modellen, scheint aber unverwüstlich.
Der Setra S8 ist meiner Erinnerung nach das erste Modell was ich bei meinem jetzigen Händler gekauft habe. Damals noch ohne Katalog und im Glauben ein altes Modell zu erstehen.
Die beiden Magirus Feuerwehren, der Unimog und der RTW gehören ebenfalls zu den ganz frühen Modellen, mit ihnen wurde noch gespielt. Sie gehörten zur Grundausstattung einer Anlage bestehen aus Feuerwehr, Polizei und Post ;-) Durch gesilberte Rollos und wenig fachgerechte Alterung haben sie stark gelitten. Der RTW blieb besonders in Erinnerung, durch seinen Sieg im Modellweitsprung von einer Schanze aus Darda-Bahn Teilen, die Rolleigenschaften waren hervorragend. Der dazugehörige KTW (MB W124 Binz) hat diese Sprünge nicht so gut verkraftet, auch wenn er sich immer wieder reparieren ließ. Ein unvollendeter Umbau zum Leichenwagen ließ ihn in die Bastelkiste wandern. An diesen beiden Modellen lässt sich aber gut der Unterschied zwischen robusten Spielmodellen und empfindlichen Modellautos erkennen.
Das Wohnmobil und der Wohnwagen standen mal auf einem kleinen Stück Campingplatz eines Dioramas, gespielt wurde damit nie.
Der VW LT von Herpa ist das einzige Fremdfabrikat in dem Fach, gekauft habe ich ihn zusammen mit dem Unimog bei einer Börse in Brinkum (Nähe Bremen) für eine geplante Gärtnerei auf der Anlage. Er wurde mit einem Aufkleber auch entsprechend beschriftet, die Gärtnerei wurde aber nie umgesetzt.
Den MB 207D habe ich mal als "Geldtransporter" zu Weihnachten geschenkt bekommen, zusammen mit Polizisten und "Geldräubern". Eine nette Szene, die auch gleich auf der Anlage aufgebaut wurde.
Der Straßenkehrwagen ist ein schönes Beispiel für ein detailliertes Modell fast ohne Spielwert. Durch die tiefhängenden Bürsten hat es kaum Bodenfreiheit und bleibt leicht an Unebenheiten hängen. Es stand lange Zeit auf einem großen Papiermodell der Tower Bridge auf einem Schrank und war zeitweise fast vergessen. Mit dabei war auch der schwarze MB 500SL und ein paar andere. Vom Maßstab her würden allerdings eher N-Spur Modelle passen, diese standen später auch mal drauf, sind aber oben auf dem Regal wo die Tower Bridge nun steht nicht zu erkennen und mussten weg als ich Katzen bekam.
Den Müllwagen habe ich auf einer MAC-Börse bei der Dekra beim Habenhausener Sommerfest gekauft. Leider gab es diese Börse nicht lange, nachdem sie jedes Jahr schrumpfte und auch die Besucher ausblieben.
Das Treckergespann habe ich bereits sehr lange, es stand immerwieder auf irgendwelchen Äckern (aus braunem Cord ^^) auf der Anlage oder auch woanders. Erstaunlicherweise hat es das alles gut überstanden, noch erstaunlicher finde ich, dass ich bis vor kurzem dieses Gespann noch günstig hätte neu kaufen können. Es hat sich, wie ich finde zu Recht sehr lange im Programm gehalten, den Deutz sehe ich im Original auch heute noch ab und zu.
Bleiben noch der MB 260D, der auch von Anfang an dabei war, und der MB 250T, bei dem ich mich erinnern kann ihn auf einer Börse in der Messehalle 3 gekauft zu haben. Dann noch die anderen Modelle, bei denen ich keine Ahnung habe woher sie kommen, sie waren irgendwann einfach da *g*
Als ich den ersten GK bekam habe ich natürlich nachgeschaut, ob beim Supern auch teure Modelle dran glauben mussten. Das einzige bei dem ich mich geärgert habe war ein MB S 500 Werbemodell, das aber schon als hoffnungsloser Fall in der Bastelkiste lag. Die anderen Modelle waren nichts besonderes und sind es auch heute nicht. Für mich aber schon, weshalb sie ein eigenes Fach in der Vitrine bekommen haben.
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