Meine Wikinger

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Ein Lebenszeichen...

Jetzt gab es schon länger nichts Neues mehr hier zu lesen, daher hier jetzt mal ein kurzes Lebenszeichen. Es gibt mich noch und ich interessiere mich weiterhin für Wiking-Modelle, aber in den letzten Monaten blieb kaum Zeit dafür und daher auch erst recht keine Zeit um Blog-Beiträge zu verfassen.
Wie man an den letzten Beiträgen schon erkennen konnte, sind im Laufe der Zeit auch einige Gebäude und anderes Zubehör verschiedener Hersteller zu mir gekommen. Das ist in letzter Zeit noch mehr geworden und wird so langsam zu einem Platzproblem ;-)

Bunte Zusammenstellung mit Modellen von Lego (Plan, Tankstelle, Autos, Mopeds, Schilder), Faller (Häuser), Hoffmann (Häuser, Bäume, Schilder), Pilot (Autos), Siku (Ampeln, Schilder)
Ich werde aber weiterhin in erster Linie Wiking sammeln, andere Modelle oder Zubehör kommen nur bei Gelegenheit als Deko dazu. Im Wiking-Zimmer sind nun verschiedene Dioramen aufgebaut, einen Teil kann man hier sehen. Unter anderem ein Lego-Straßenplan mit einfachen Häusern von Faller und Hoffmann sowie Fahrzeugen von Lego, ein weiterer Lego-Straßenplan bestückt mit Häusern von Jean Höfler und einem unbekannten Billig-Hersteller, als Fahrzeuge Groschenautos von Manurba, Koho usw..

Bunte Spielwelt: Bedford Möbelwagen von Lego vor einer Kirche von Hoffmann
Man kann also auch ohne Wiking-Modelle einiges aufbauen. Durch die völlig unterschiedliche Machart der Modelle entstehen unterschiedliche Spielwelten, in sich passend, aber teilweise schwer zu kombinieren. Da zeigen sich dann deutlich die unterschiedlichen Ansprüche von Spielzeug und Modellbau.
Zu den unverglasten Wiking-Modellen passen diese kräftigen Plastik-Farben nicht so recht, aber für die frühen Lego-Modelle und die einfachen Groschenautos ist das die richtige Umgebung.

Gesuperte Unverglaste mit Häusern in Holz-, Misch- und Kunststoffbauweise (v.l.n.r.)
Im klaren Gegensatz dazu stehen die detaillierten realistischeren Häuser von Faller, Wiad, R+S-Modell oder Vau-Pe in Holz- oder Mischbauweise bzw. später auch komplett aus Kunststoff, die eher in gedeckten Farben gehalten sind. Den großen Bahnhof hatte ich bereits einmal gezeigt, die anderen Häuser sind inzwischen dazu gekommen. Auf diesem Diorama, dass nur schnell zum Spaß aufgebaut wurde, wurden nur Teile verwendet, die ich nicht zur Sammlung zähle, weil sie nicht mehr in entsprechendem Zustand sind. Die Autos sind alle gesupert, auch die Figuren sind bemalt. Für ein solches Diorama taugen sie aber immer noch.

Mir macht es Spaß die Modelle so auch einfach mal als Spielzeug zu sehen, denn das waren sie damals in erster Linie. Diese Woche sind weitere alte Häuser, Bäume und anderes Zubehör gekommen und warten darauf aufgebaut zu werden. Dafür ist allerdings mehr Platz notwendig, den werde ich erst demnächst bekommen. Die Tür meines alten Kinderzimmers ist nach einer Renovierung übrig und wird die Grundplatte bilden.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Spielstraßen: Bahnhof "Schauinsland"

In einem früheren Beitrag hatte ich bereits einmal ein Diorama mit einen kleinen Bahnhof bzw. Haltepunkt gezeigt. Diesmal ist es ein deutlich größerer Bahnhof, das entsprechende Gebäude stammt von Faller, ein beeindruckendes Modell bestehend aus dem Bahnhofsgebäude "Schauinsland", einer angebundenen Gastronomie, sowie einem angesetzten Güterschuppen. Dieser war damals angeblich einzeln zu erwerben, ist jedoch als Erweiterung des Bahnhofs gedacht und auch im Prospekt entsprechend abgebildet gewesen:
Faller Katalog 1959
Vielen Dank an Wolfgang für diesen Scan des Faller-Katalogs!
Interessant ist an der Abbildung auch die Kombination aus unverglasten und verglasten Modellen, die drei Unverglasten haben alle (vermutlich original) gesilberte Scheiben.

Im Vordergrund sieht man die Bahnhofsstraße mit Bushaltestelle und Zebrastreifen. Links ist der Hof der Güterabfertigung, rechts eine kleine städtische Grünanlage. Später, wenn der Verkehr zunimmt, wird man hier vielleicht mal einen Busbahnhof einrichten, bisher konnte man sich aber noch nicht einigen, wie dieser Bereich genutzt werden soll.

Am Zebrastreifen müssen die Auto wieder einmal warten, vielleicht ist es hier mal Zeit für eine Ampel, denn die Fußgänger behindern den Straßenverkehr doch sehr. Immerhin hat man aber mit Verkehrsinsel, Beleuchtung und dem entsprechenden Verkehrsschild versucht den Überweg so sicher wie möglich zu machen. Viel weiter würden die beiden im Mercedes Cabrio, sowie der rote Käfer aber sowieso nicht kommen, denn direkt hinter dem Zebrastreifen ist die Bushaltestelle.

An dieser steht gerade dieser rote Büssing und wartet bis die Fahrgäste eingestiegen sind. Hier am Bahnhof, wo viele auch Koffer und Taschen dabei haben, kann das schon mal ein bisschen dauern. Ein Grund mehr sich mal Gedanken über eine Verlegung der Haltestelle zu machen.

Gegenüber müssen die Fahrgäste noch auf ihren Bus warten. Da aber auch in dieser Richtung die Autos auf die Fußgänger warten müssen, haben sie stattdessen noch Zeit sich die dekorativen Heckflossen der beiden wartenden Autos anzusehen. Im Hintergrund sieht man den Bahnhofsvorplatz mit dem obligatorischen Kiosk (Hoffmann), einer Litfaßsäule, sowie den Fahrradständern.

Diese bieten Platz für bis zu acht Fahrräder und sind auch heute wieder fast voll belegt. Am Kiosk wartet eine Frau geduldig, bis die beiden Mädchen vor ihr sich entschieden haben, wofür sie ihr Taschengeld ausgeben möchten. Die Auswahl ist groß, denn hier bekommt man von Zeitschriften, über Tabakwaren und Süßigkeiten bis hin zu Ansichtskarten alles mögliche. Neben dem Kiosk ist ein Eingang zur Wartehalle des Bahnhofs bzw. zum angeschlossenen Restaurant. Von dort kommt vermutlich auch das Ehepaar, dass gerade  aus dieser Tür kommt. Die beiden im Vordergrund sind stattdessen auf dem Weg zum Haupteingang des Bahnhofs.

Zu diesem werden sie ein paar Stufen überwinden müssen, aber es dürfte sich unter den anderen Leuten hier sicher jemand finden, der mit anfasst, um den Kinderwagen in den Bahnhof zu tragen. Sie dürften mit ihrem Kinderwagen nicht die einzigen sein, die bei diesem Eingang Probleme bekommen. Auch Reisende mit zwei Koffern dürften Schwierigkeiten haben durch diese schmalen Türen zu kommen.

Etwas abgetrennt vom Eingangsbereich liegt der Hof für die Güterabfertigung. Das Gebäude ist recht klein und auch der Platz an der Rampe ist begrenzt. Da muss man schon mal ein bisschen improvisieren, wie der Fahrer des VW Transporters im Hintergrund. Er muss nun jeden Sack selber zum Auto tragen, dass er um die Ecke abgestellt hat. Die Ladefläche ist allerdings schon fast voll und er dürfte es gleich geschafft haben.
Der Bauer, der im Vordergrund mit einem voll beladenen Anhänger an seinem Traktor vorfährt, dürfte es schwer haben einen Platz zu finden, vermutlich muss er erst warten bis der Henschel die Rampe frei gemacht hat. Bereits fertig ist der Fahrer des kleinen Dreirads, das mit einer buntgemischten Ladung davon fährt.

Wie man hier sieht steht neben dem Henschel auch noch ein Post-LKW, der per Gabelstapler beladen wird. Nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist, dass es sich bei dem Ladegut des Henschel um Preiser-Kopien handelt. Hoffentlich ist er so ehrlich dies seinen Kunden mitzuteilen, damit diese nicht glauben Originale zu kaufen ;-)

Wie man sieht, wird bei der Post auch auf die Optik geachtet, da die Fahrzeuge jeweils gelb sind, wurden die Uniformen und Teile des Ladeguts in der Komplementärfarbe blau gehalten. Da macht die Arbeit auch gleich viel mehr Spaß, als wenn alles nur grau und braun wäre ;-)
Was der Schaffner links mit seiner Kelle anzeigen möchte ist unklar, schließlich ist gar kein Zug da. Aber vielleicht möchte er ja nur einen Kollegen auf sich aufmerksam machen.

Einer seiner Kollegen (Merten) hat gerade ein Fahrrad entdeckt, dass hier nicht stehen darf. Es ausgerechnet direkt am entsprechenden Verbotsschild abzustellen ist schon ziemlich dreist. Die Konsequenzen sind klar, sodass der Besitzer sein Fahrrad wohl auch schnell wieder finden wird. Vorher wird er sich aber noch einige deutliche Worte anhören dürfen, denn das Abstellen von Zweirädern auf dem Bahnsteig ist nicht ungefährlich.
In seinem Rücken wirft ein Mädchen vor der Abfahrt noch schnell die Postkarten aus dem Urlaub ein. Natürlich werden sie erst ankommen, wenn die Absender längst zu Hause sind, aber die Empfänger freuen sich bestimmt trotzdem.

In Höhe der Bahnhofshalle stehen einige Passagiere auf dem Bahnsteig und warten. Die beiden links außen haben es nicht einfach, er wird die beiden großen Koffer tragen dürfen, während sich seine Frau um den kleinen Terrier kümmert. Hoffentlich ist er wenigstens angeleint, denn ein freilaufender Hund könnte hier sicherlich für einige Aufregung sorgen.

Geht man den Bahnsteig weiter hinab, kommt man zu einer Bank, eine der wenigen Sitzgelegenheiten auf dem Bahnsteig. Dahinter hängen die Fahrpläne, ein Fahrgast informiert sich hier noch einmal, wann genau sein Zug fährt. Vielleicht bleibt ja noch genug Zeit, das angeschlossene Restaurant für eine kleine Stärkung aufzusuchen. Was der Verkäufer links in seinem silbernen Kästchen hat ist unbekannt, vielleicht verkauft er Karten, vielleicht sind es auch Süßigkeiten. Allerdings scheint sich keiner sonderlich für sein Angebot zu interessieren.

An einem kleinen Anbau, der zum Aufenthaltsbereich der Bahnbediensteten führt, warten ein Ehepaar sowie eine Mutter mit ihrer Tochter. Wenn der E-Karren, der sich im Hintergrund nähert, hier vorbei möchte, müssen sie aber wohl zur Seite gehen, denn hier ist der Bahnsteig sehr schmal. Dafür hat man hier die Uhr am besten im Blick. Ob den Fahrgästen wohl aufgefallen ist, dass sie der Uhr am Haupteingang eine ganze Stunde voraus ist?

Hinter dem Anbau ist ein Bereich vor dem Restaurant und dem Warteraum abgetrennt, im Sommer stehen hier wohl Tische und Stühle draußen, doch beim jetzigen Wetter ist alles weggeräumt.
Zwei Bahnbedienstete (Siku) haben zwei herrenlose Koffer in einer Ecke entdeckt und diskutieren nun, was sie damit tun sollen. Vermutlich hat sie einfach jemand vergessen, aber man weiß ja nie...
Ein Kollege schiebt derweil einen kleinen Gepäckwagen vor sich her, wobei er dem E-Karren ausweichen muss.

Ob er wohl neidisch auf dessen Fahrer ist? Schließlich kann dieser wesentlich einfacher eine große Menge Koffer und Pakete transportieren. Das Rangieren ist auf diesem Bahnsteig allerdings eine Herausforderung, eigentlich ist die Elektrokarre zu groß dafür.
Im Hintergrund bringt ein Kellner (Merten) gerade ein paar Bier heraus. Für wen diese sind ist nicht zu erkennen, vielleicht möchte er in den Warteraum, vielleicht geht es aber auch in den vorher erwähnten Anbau ;-)

Nachdem der Bahnhof nun einmal umrundet ist, folgen noch ein paar andere Blickwinkel. Hier ist der Biergarten mit dem Kellner zu sehen, im Hintergrund wartet ein Mann auf seine Frau um ihr die Tür zum Warteraum zu öffnen.

Nun noch ein Blick den Bahnsteig entlang, hier sieht man gut, wie eng es für den Elektrokarren wird, wenn er an unter der Uhr entlang fährt.

Noch einmal die wartenden Gruppen direkt am Aufgang Richtung Straße. Auf dieser Seite gibt es Doppeltüren, die vermutlich auch für schwer bepackte Reisende einfacher zu passieren sind, als die Türen auf der anderen Seite.

Das Preiser-Ladegut ist dem von Wiking sehr ähnlich. Auch wenn die Farben ungewohnt sind, passt es aber trotzdem gut zu Wiking-Modellen.

Zum Schluss noch ein Überblick über die Straßenseite des Bahnhofs, sowie eine Frontalansicht des Eingangsbereichs zusammen mit dem Bahnhofsvorplatz.

Während der Bahnhof im Mischbauweise hergestellt wurde, besteht der Güterschuppen nur aus Kunststoff. Mir liegt noch ein zweites, leider beschädigtes, Exemplar des Bahnhofs vor, dass in einigen Details von diesem abweicht. Von diesem anderen stammen die Figuren von Merten (Danke Johannes!) und Siku, sowie die beiden Form B Kinderwagen von Wiking. Kann jemand mehr zu den Fremd-Figuren sagen?

Sonntag, 27. Mai 2012

Wie sammelt man Zubehör und Ladegut?

Durch eine Sammlungsauflösung bin ich an einen größeren Posten Ladegut und Zubehör gekommen. Dadurch sind bereits früher aufgekommene Fragen wieder aktuell geworden, eine wirkliche Antwort habe ich darauf aber auch noch nicht gefunden.
Wie geht man mit Zubehör und insbesondere Ladegut in der Sammlung um?
Handelt es sich um einzelne Sammlerstücke wie bei den Fahrzeugen oder ist es nur Beiwerk um die Fahrzeuge auf Dioramen präsentieren zu können?
Wie geht man mit Zubehör um, das zwar für Dioramen geeignet, aber nicht mehr im Sammlerzustand ist, z.B. einzelnen Ladegut-Teilen?
Was macht man mit verpacktem Zubehör, mit dem man auf Dioramen nichts anfangen kann, z.B. Ladegut in OVP am Spritzling?
Sammelt man Bausätze, z.B. von Ampeln, dann doppelt, einmal verpackt am Spritzling und einmal montiert für Dioramen?
Sammelt man auch Verpackungsvarianten, wie z.B. unterschiedliche Preise?
Sammelt man, wie bei Autos, jede Variante einmal, oder soviel wie man für Dioramen braucht?
Wie viel ist genug, ab wann hat man etwas übrig zum Abgeben?
Kann man überhaupt genug bzw. zuviel Zubehör haben? ;-)
Verschiedenes Wiking-Zubehör
Da hat sicher jeder eine eigene Meinung und ich werde mal versuchen, meine Ansicht darzulegen.

Handelt es sich um einzelne Sammlerstücke wie bei den Fahrzeugen oder ist es nur Beiwerk um die Fahrzeuge auf Dioramen präsentieren zu können?
Für mich handelt es sich bei Zubehör ebenfalls um Sammlerstücke. Autos und Zubehör wurden gleichermaßen von Wiking in den Bildpreislisten eigenständig angeboten und werden auch im GK, sowie im Saure Preisführer (PCS) als jeweils eigene Sammlerstücke betrachtet und aufgelistet. Hier muss man allerdings bedenken, dass im PCS auch Ladegut aufgelistet wird, dass es nicht einzeln gab, sowie Zugmaschinen, die es nur zusammen mit einem Auflieger gab.
Sicherlich ist Zubehör praktisch um Autos auf Dioramen schöner präsentieren zu können, auch der Spielwert der Fahrzeuge wurde/wird gesteigert. Dennoch ist es nicht nur Beiwerk, sondern ebenfalls Teil der Sammlung und ein eigenes Sammelgebiet.

Ladegut Typ 2 (plus Fässer) in verschiedenen Farben
Wie geht man mit Zubehör um, das zwar für Dioramen geeignet ist, aber nicht mehr im Sammlerzustand ist, z.B. einzelnen Ladegut-Teilen?
Zubehör, dass nicht mehr im originalen Zustand ist, wie einzelne Ladegut-Teile, montierte Bausätze u.ä., wird bei mir zur Ausschmückung von Dioramen verwendet und ist geordnet in Sortierkästen verstaut. In der Liste meiner Wiking-Modelle werden diese Teile jedoch nicht erfasst, sie sind, so wie Bastelmodelle, zwar Teil der Sammlung, allerdings tatsächlich nur als Beiwerk.

Was macht man mit verpacktem Zubehör, mit dem man auf Dioramen nichts anfangen kann, z.B. Ladegut in OVP am Spritzling? Sammelt man Bausätze, z.B. von Ampeln, dann doppelt, einmal verpackt am Spritzling und einmal montiert für Dioramen?
Zubehör-Bausätze verpackt und montiert
Verpacktes Zubehör hat mich lange nicht interessiert, da man es nicht auf Dioramen verwenden kann, und es auch in der Vitrine kaum dekorativ präsentiert werden kann. Ich habe mein Geld also lieber anders investiert als dafür, dass ich das Zubehör entweder nicht sehen kann (Papiertüte), oder es nicht montiert ist, und daher weder gut aussieht, noch zum "Spielen" verwendet werden kann. Inzwischen habe ich doch auch original verpacktes Zubehör am Spritzling, bin mir aber noch nicht sicher, ob ich es behalten werde.
Möchte man das Zubehör im Originalzustand sammeln, aber auch Dioramen bauen, wird man zwangsläufig einige Teile doppelt sammeln müssen. Das wird auf Dauer natürlich recht teuer, auch wenn einzelnes montiertes Zubehör günstiger ist als die verpackten Varianten am Spritzling.

Sammelt man auch Verpackungsvarianten, wie z.B. unterschiedliche Preise?
Ladegut-Sortiment in drei Packungsvarianten, unterschiedliche Tütengröße, Tütenart und verschiedene Preise
Die Vielfalt an Verpackungsvarianten und unterschiedlichen Preisen, die als Druck ja Bestandteil der Verpackung sind, ist mir erst durch den PCS klar geworden. Wer hier vollständig werden will, muss beachtliche Summen für einen Stapel PVC-Beutel ausgeben, wobei beim Ladegut durch die zufällige Bestückung zumindest eine gewisse Abwechslung gegeben ist. Bedenkt man, welche Summen teilweise für alte Prospekte usw. ausgegeben werden, relativiert sich das allerdings wieder.
Auch bei Automodellen kann man OVP mit unterschiedlichen Preisangaben sammeln, bzw. unterschiedliche OPS. Hier gibt es allerdings keine entsprechende Übersicht über die potentiell vorhandenen Varianten.
Wer sich bei der Variantenunterscheidung, und damit bei der Entscheidung, ob etwas doppelt vorhanden ist, nach dem PCS richtet, müsste auch unterschiedliche Preisaufdrucke sammeln.
Ich habe mich was das Ladegut angeht noch nicht entschieden, bei Autos zählen auch laut GK oder PCS identische Modelle nicht unbedingt als doppelt, wenn sie sich in, im Katalog nicht berücksichtigten Details unterscheiden. Dies kann eine andere Inneneinrichtung, andere Räder o.ä. sein. Die drei Verpackungstypen Plastiktüte, Papiertüte und PVC-Beutel unterscheide ich auf jeden Fall.

Sammelt man, wie bei Autos, jede Variante einmal, oder soviel wie man für Dioramen braucht? Wie viel ist genug, ab wann hat man etwas übrig zum Abgeben?
Bei Auto gibt es da ja verschiedene Ansichten, manche sammeln jede aufgeführte Variante, andere nur Formvarianten und wieder anderen reicht je ein Grundmodell. Bei Zubehör und Ladegut könnte man es genauso machen, für Dioramen kommt man damit aber nicht weit. Da dürfen es dann auch mal mehrere Laternen oder Ampeln sein. Bei Verkehrszeichen ist es ebenfalls sinnvoll mehr als nur ein Vorfahrtszeichen zu haben und auch mit der Bestückung der Verkehrszeichen-Sets kommt man nicht unbedingt weiter.
Bei Zubehör, dass man auf Dioramen nicht verwenden kann, weil es unmontiert in OVP ist, mache ich es wie bei den Autos, da gibt es jede Variante nur einmal. Bei größerem Zubehör, wie Tankstellen oder Garagen ist das genauso, wobei es dabei so viele Varianten gibt, dass es für mehrere Dioramen reicht, ohne etwas doppelt zu verwenden.
Schwieriger wird es bei Zubehör, dass nur auf Dioramen verwendet wird. Laut dem PCS ist einzelnes Ladegut nahezu wertlos, manche Varianten werden mit je 1-2€ angegeben. Bei einzelnen Figuren (für Dioramen viel praktischer als zusammenhängende) sieht es ähnlich aus. Auch wenn sie einzeln kaum einen Sammlerwert haben, haben sie natürlich schon ihren Preis und von Fässern, Milchkannen, Kisten oder Figuren kauft man auch selten nur einzelne Exemplare.
Aber wie viel davon ist genug, ab wann kann man etwas abgeben?
Wiking Ladegut im Einsatz
Um Ladeflächen komplett zu bestücken, ist einiges an Ladegut nötig. Eine unverglaste Standard-Pritsche fasst 17 Ölfässer oder 5 große Holzkisten, der Chevrolet-LKW braucht etwa 40 Milchkannen um vollständig beladen zu sein. Aber ist der Anspruch alle Pritschen der Sammlung beladen zu können?
Wenn man eine Lagerhalle oder ein Möbelhaus nachbauen möchte, dann sind natürlich größere Mengen nötig.
Letztendlich bleibt es also wohl eine Gefühlssache, wie viel Ladegut man abgeben kann oder möchte. Denn eine feste Menge, ab der man genug hat, die gibt es wohl kaum.
Bei Figuren oder Bäumen kann man wohl auch nie zu viele haben, es können höchstens irgendwann genug sein, so dass man welche abgeben kann. Bei Modellen wie der Hebebühne oder der Drehampel sieht es etwas anders aus. Die Zahl der Varianten ist sehr überschaubar und auch auf Dioramen braucht man da nicht viele von, außer man möchte eine große Werkstatt nachbilden. Irgendeine Ausrede wird man also wohl finden, so wie man auch bei Autos u.U. kleine Unterschiede findet, um sie nicht wieder abgeben zu müssen.
Vernünftig ist das nicht, aber die Vernunft kommt bei diesem Hobby ja sowieso etwas zu kurz
;-)

Mittwoch, 25. April 2012

Spielstraßen: Stadt mit Wald und Rennstrecke

Wer sich auf www.spielstrassen.com umschaut, wird sehen, dass es nicht nur Stadtstraßen, sondern auch andere Fahrbahnen, sowie entsprechende Füllplatten gibt. Diese lassen sich mit entsprechenden Übergangsplatten miteinander kombinieren, so dass große abwechslungsreiche Pläne entstehen können.
Hier ist nun ein Diorama entstanden, dass den gesamten Esstisch bedeckt und dabei einen Stadtrand, einen Teil einer Rennstrecke sowie die dazwischen liegenden Straßen durch ein Waldstück darstellt:


Die Übergänge zwischen Stadt-, Land- und Sandstraßen sind entsprechend dargestellt. Für die entsprechenden Übergänge bei den Füllplatten gäbe es auch passende Platten, die habe ich allerdings nicht. Alleine für dieses Diorama wurden 144 Platten und ein Esstisch mit Ausziehplatte benötigt.

Von der Rennstrecke ist die Startgerade mit Boxengasse dargestellt. Vor den Augen einiger Zuschauer kämpfen hier Porsche Spyder und Mercedes Silberpfeile gegeneinander. In der Boxengasse steht das Personal bereit um bei technischen Problemen zu helfen, Reifen zu wechseln und nachzutanken.

Neben der Rennstrecke befindet sich ein Parkplatz für die Zuschauer, sowie ein Imbiss und ein Cafe, um die Besucher zu versorgen. Im Hintergrund sieht man noch die Bushaltestelle, für die Zuschauer, die ohne Auto zur Rennstrecke kommen. Angesichts der begrenzten Plätze sicherlich eine gute Idee. Ob die beiden gelben Fan-Busse im Vordergrund noch einen Parkplatz finden werden ist bereits fraglich.

Da ist es sicherlich nicht hilfreich, wenn ein Besucher gleich zwei Parkplätze belegt, wie es dieser DKW durch den Reiseanhänger tut. Vermutlich kommen diese Zuschauer von weiter weg, daher ist zu befürchten, dass sie diese Plätze noch länger besetzen. Einen Campingplatz gibt es hier nicht, aber vielleicht wäre es auch möglich gewesen das Quartier eher am nahen Waldrand aufzuschlagen. Dort wäre es sicherlich auch ruhiger gewesen als hier auf dem Parkplatz.

Wirklich ruhig ist es am und im Wald allerdings momentan auch nicht, wie man im Hintergrund sieht, gibt es dort einigen Verkehr. Der Grund ist dieser umgestürzte Baum, so dass der Verkehr von der Polizei über die beiden Nebenstrecken umgeleitet werden muss. Die Feuerwehr versucht währenddessen, den Baum zu beseitigen um die Straße bald wieder freigeben zu können. Der Rüstwagen steht mit Kran und Seilwinde schon bereit und wartet nur darauf, dass der Baum zerlegt wird, um ihn dann von der Straße zu entfernen.

Mitten im Wald steht das Haus des Försters, vor der Tür sein Munga sowie der Unimog. Offenbar gibt es am Vordach etwas zu tun, die Leiter ist schon dort angelehnt. Der Förster selber scheint aber noch etwas anderes zu tun zu haben und ist nicht zu sehen. Vielleicht wartet er auch einfach ab, bis die Umleitung aufgehoben ist und sich der Verkehr wieder legt, denn die Straße vor seinem Haus ist nicht befestigt, die Fahrzeuge wirbeln also eine Menge Staub auf.

Wer die Sandstraße hinter sich hat trifft am Stadtrand wieder auf die Landstraße.Die Polizei leitet dort den Verkehr um, während weiter hinten die Feuerwehr beschäftigt ist. Im Hintergrund sieht man die ersten drei Häuser eines kleinen Neubaugebietes. Wohnen am Stadtrand ist attraktiv und wer sich kein großes Landhaus leisten kann, nimmt sich einfach eines der kleinen bunt gestalteten Häuser.

Am linken Haus sind noch Handwerker beschäftigt, es fehlt noch ein Fensterrahmen. Vor den beiden anderen Häusern stehen bereits die Fahrzeuge der stolzen neuen Eigentümer. Auch an den Versorgungsleitungen wird noch gearbeitet, um das Neubaugebiet vollständig an die Infrastruktur der Stadt anzubinden.

Was noch fehlt ist allerdings eine Bushaltestelle, wie es sie hier vor dem Landhaus gibt. Die Busse fahren von hier aus weiter in die Stadt hinein und auch bis zur Rennstrecke hinter dem Wald. Im Hintergrund sieht man die Anfänge der Stadtbebauung, das Theater mit Vorplatz sowie das Krankenhaus auf der linken Seite.

Noch ein Blick auf das Theater, viele Fußgänger sind unterwegs, denn in den anderen Gebäuden finden sich einige Geschäfte und Lokale. Um die belebte Kreuzung zu sichern, ist sie nicht nur mit einer Ampel ausgestattet, sondern auch beleuchtet. Die Straßenränder rund um die Kreuzung sind mit Pflanzkästen begrünt um die Stadt trotz der tristen Gebäude etwas attraktiver zu machen.

Zum Schluss noch ein Überblick über die Stadt und den angrenzenden Wald, sowie von der Rennstrecke in Richtung Stadtrand.

Auf eine detailliertere Gestaltung des Dioramas mit Ladegut und weiterem Zubehör wurde aus Zeitgründen verzichtet. Das gesamte Diorama detailliert auszustatten hätte allerdings auch eine Menge an Zubehör benötigt und wäre mir wohl nicht so einfach möglich gewesen.

Mittwoch, 22. Februar 2012

Spielstraßen: Am Bahnhof

Genau genommen handelt es sich hier wohl nicht um einen Bahnhof, sondern nur um einen Haltepunkt, aber auch dieser kann regional eine gewisse Bedeutung haben. Dieser Haltepunkt etwa gehört zu einem Vorort und hat auch touristische Bedeutung. So gibt es hier neben einem kleinen Gebäude und zwei Taxi-Halteplätzen auch einen Platz für Reisebusse und auch ein kleiner Güterumschlag findet hier statt. Für einen Bahnsteig hat es allerdings nicht mehr gereicht.

Am Ende des Zuges ist ein Güterwagen angehängt, von dem die Ladung direkt auf die wartenden Kleintransporter verladen wird. Für die örtliche Autowerkstatt gibt es vier volle Ölfässer, die bereits auf dem VW T1 stehen und der Gärtner hat ein paar Säcke Dünger und eine Kiste mit Werkzeugen bestellt, die er nun mit seinem Unimog abholt. Natürlich steht auch die Post bereit, um Päckchen und Pakete einzuladen, per Handwagen werden sie zum wartenden MB L319 gebracht.

Nebenan steht ein Setra S8 bereit, um die Fahrgäste vom Zug in das nahe Erholungsgebiet zu bringen. Die meisten Gäste sind nur für einen Tagesausflug hier, aber, wie die Koffer zeigen, haben sich manche Gäste auch für einen längeren Aufenthalt entschieden.
Der Busfahrer empfängt seine Gäste am Bus und beantwortet geduldig alle Fragen Schließlich wollen alle einen schönen Tag verleben und auch wieder gut und rechtzeitig zurück kommen, wofür er mit einem entsprechenden Pendelverkehr sorgen wird.

Wer woanders hin möchte kann sich ein Taxi nehmen, so wie diese Frau, die gerade auf den wartenden Opel Kapitän zusteuert. Im Hintergrund informieren sich zwei weitere Passanten über das regionale Kulturprogramm. Für die meisten Veranstaltungen müsste man allerdings mit dem Zug in die nächste Stadt fahren, außer schöner Natur mit ein paar Restaurants hat man hier nicht viel zu bieten.

Im kleinen Stationsgebäude kann man nicht nur Fahrkarten kaufen, es fungiert auch als kleine Touristeninformation. Wer Wanderkarten oder Ansichtskarten haben möchte ist hier richtig. Während ihre Eltern sich also über die Angebote informieren nutzen diese beiden Jungen die Arkaden um Fangen zu spielen.

Auf der anderen Seite des Gebäudes beeilt sich diese Familie den Zug noch rechtzeitig zu erreichen. Der Sohn ist natürlich der schnellste, die Mutter hängt mit dem Kinderwagen doch deutlich hinterher. Da sie direkt am Lokführer vorbei laufen, wird dieser sie aber wohl noch sehen und auf sie warten.

Vor dem Gebäude warten noch einige andere Personen, teilweise mit Gepäck, offenbar fahren von diesem Haltepunkt verschiedene Züge ab. Bei der wartenden Gruppe wäre es natürlich auch möglich, dass sie auf jemanden warten oder gerade jemanden zum Zug gebracht haben. Wer aus seinem Kurzurlaub noch eine Ansichtskarte schreiben möchte, hat hier auch noch die Möglichkeit diese einzuwerfen.

An den Personenwagen stehen noch ein paar Personen, um sich zu verabschieden. Die meisten Passagiere sind bereits an ihren Plätzen, der Begleitung bleibt nur vor dem Fenster zu warten um bei der Abfahrt zum Abschied zu winken. In der Mitte steht die gesamte Familie versammelt, um die Großeltern nach deren Besuch zu verabschieden. Diese haben sich extra noch auf die Außen-Plattform gestellt, damit die Kinder sie besser sehen können.

Auch auf der Plattform des letzten Passagierwagens stehen noch zwei Fahrgäste um sich zu verabschieden. Die beiden Töchter winken sich zum Abschied zu, während ihre Mütter geduldig warten. Bei jungen Mädchen kann so etwas ja schon mal ein bisschen dauern. Viel Zeit bleibt ihnen nicht mehr, denn der Zug wird gleich abfahren.

Unabhängig von dem Zugverkehr und den verschiedenen Abschiedsszenen, läuft auf der Bahnhofsstraße der Verkehr. Im Moment steht er allerdings eher, da gleich zwei Paare mit Kinderwagen die Straße überqueren wollen. Dem Motorradfahrer links geht das Ganze etwas zu langsam, er nutzt die Gelegenheit um sich langsam vor zu schieben. Hoffentlich sehen ihn die Autofahrer beim Losfahren, das könnte sonst ziemlich gefährlich werden.

Zum Abschluss noch der Blick aus der anderen Richtung die Bahnhofsstraße entlang. Im Vordergrund ein Chevrolet, beladen mit Milchkannen, im Hintergrund der Taxistand und der Reisebus.

Die Lok sowie die beiden Personenwagen und die Gleise sind von Piko (DDR), der Gepäckwagen von Märklin und die Straßenteile von www.spielstrassen.com. Der Hersteller des Bahnhofs ist mir leider nicht bekannt, er hat als Bodenprägung nur "Made in W. Germany". Alle anderen verwendeten Teile sind von Wiking.