Meine Wikinger

Samstag, 20. Februar 2016

Auf dem Bahnhofsvorplatz

Wir befinden uns in einer mittelgroßen Stadt Ende der 1950er Jahre. Man hat erkannt, das der Autoverkehr in Zukunft eine große Rolle spielen wird, dass es aber auch nicht ohne öffentliche Verkehrsmittel geht. Daher wurden auf dem neuen Bahnhofsvorplatz sowohl Parkplätze, als auch Haltestellen für Bus und Straßenbahn vorgesehen. Das Taxigewerbe wurde fast vergessen, da sich dafür aber auch kaum geeignete Fahrzeuge finden lassen, reicht der nun gefundene Platz neben den Bussen.

Am unteren Bildrand schließen sich die Gebäude der Bahnhofsvorstadt an, dem Übergang zur Innenstadt. Im Hintergrund lassen sich die Gleisanlagen des Bahnhofs erahnen.

Der Bahnhofsvorplatz wird, gegenüber vom großzügigen Bahnhofsgebäude mit angeschlossener Gaststätte, durch die Gleise der Straßenbahn und die parallel verlaufende Hauptstraße begrenzt. Auf der rechten Seite bildet ebenfalls eine Straße den Abschluss, bevor diese die Gleisanlagen kreuzt.

Auf der anderen Seite findet sich ein großer Parkplatz, sowie eine kleine Güterverladung am Schuppen. Langfristig wird diese wohl verlegt werden müssen, sie stammt noch aus einer anderen Zeit und ist dem heutigen Güteraufkommen nicht mehr gewachsen.

Auf dieser Seite findet sich eine Art ZOB, an dem zwei Bussteige bis zu vier Busse aufnehmen können. Für Anhängerbetrieb ist der Platz sehr knapp bemessen, aber da es beim Bau bereits Gerüchte gab, dass Personenanhänger sowieso bald nicht mehr erlaubt sein werden, hat man auf diese Möglichkeit hier verzichtet. Stattdessen hat man Stellplätze für Taxen geschaffen, drei der schwarzen Fahrzeuge warten hier nun auf Fahrgäste.

Gegenüber liegt der Parkplatz für PKW, großzügig gestaltet mit einer Umfahrung und Zebrastreifen. In Hintergrund die Güterverladung, an der bereits zwei Lastwagen stehen, während ein dritter hinzu kommt. Der Güterschuppen verfügt zwar über eine eigene Zufahrt, allerdings ist der Platz zum Rangieren und Abstellen sehr knapp bemessen. Schon länger wird hier über den Bau einer neuen Güteranlage abseits des Bahnhofs diskutiert.

Der mittlere Bereich direkt vor dem Bahnhofsgebäude schließlich gehört den Fußgängern. Sie können vom Bahnhof aus direkt geradeaus Richtung Innenstadt gehen, oder zwischen einem der vielen Mobilitätsangebote wählen. Bäume und Sitzbänke sorgen für eine angenehmere Atmosphäre. Hinweisschilder weisen ortsfremden Besuchern den Weg.

Auf dem Weg in Richtung Innenstadt müssen die Fußgänger nicht nur die Straßenbahnschienen, sondern auch die Hauptstraße überqueren. Zu ihrer Sicherheit gibt es hier einen gut beleuchteten Zebrastreifen mit Verkehrsinsel. Sogar an ein bisschen Begrünung wurde gedacht.

Neben den Bushaltestellen befindet sich eine Haltestelle für die Straßenbahn. Da hier mehrere Linien verkehren, herrscht viel Betrieb, zahlreiche Fahrgäste warten auf die gerade ankommenden Bahnen. Da das Geld bei den Verkehrsbetrieben knapp ist und gerade das Straßenbahnnetz unter den Kriegsfolgen sehr zu leiden hatte, ist der Fuhrpark noch bunt gemischt. Hier sehen wir zwei ältere Vorkriegs-Triebwagen, gezeichnet vom langen Einsatz. An einen wurde ein neuerer Anhänger gekoppelt, eine Nachkriegsproduktion des bewährten Baumusters, dass allerdings nach und nach von den neuen Straßenbahnen des Hamburger Typs abgelöst wird.

Am Taxistand stehen gleich zwei außergewöhnliche Fahrzeuge. Der MB 300 wurde extra von der Stadt den Taxibetrieben zur Verfügung gestellt, um auch besonderen Besuchern eine standesgemäße Beförderung zu ermöglichen. Der dahinter parkende Käfer wird hier nur ungerne als Taxi akzeptiert, dabei hat er durchaus Seltenheitswert, da es sich hierbei wohl um einen Rometsch-Käfer handelt, ansonsten wäre er aufgrund der fehlenden hinteren Türen wohl nicht als Taxi zugelassen.

Zum Abschluss dieses Beitrag noch ein Blick in die Straße zum Bahnübergang. Dieser ist leider völlig veraltet und zu schmal für den heutigen Verkehr. Bisher konnte man sich aber leider nicht einigen, ob man ihn modernisieren oder lieber gleich durch eine Unterführung ersetzen soll. Bis dahin bleibt er weiter ein Nadelöhr, besonders für Lastwagen.


Ich verwende TT-Gleis mit 12mm Spurbreite für die Straßenbahnen, da die Rollachser diese Spurbreite aufweisen und wirklich auf den Gleisen stehen können. Bei der Hamburger Straßenbahn funktioniert dies sehr gut, das alte Modell hat etwas Probleme. Die beiden Drahtachser-Straßenbahnen schaffen es kaum stabil auf den Gleisen zu stehen, weil die Räder zu wackelig sind.

Leider gibt es von Wiking keine Rollachser-Taxen, so dass ich die schwarzen PKW als solche nutze. Leider sind schwarze Rollachser, zumindest bei mir, nicht gerade häufig. Ein MB 300 als Taxi darf wohl bezweifelt werden, Käfer gab es aber durchaus.

Folgende Fremdhersteller sind auf dem Diorama vertreten:

- Faller: Bahnhof, Güterschuppen, Bäume, Hecken, Bänke
- Kibri: Kiosk
- Zeuke-TT; Gleise für die Straßenbahn
- Piko: Gleise für die Eisenbahn
- Märklin: Dampflok mit Personenwagen
- HR-Modell: Bahnübergang
- RS: Hecken
- spielstrassen.com: Straßenplatten

Alle anderen Modelle sind von Wiking. Die Papphäuser sowie die linke Litfasssäule sind Reproduktionen.

Im nächsten Beitrag gibt es noch einige Detailaufnahmen dieses Dioramas zu sehen!

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