Meine Wikinger

Sonntag, 4. Mai 2014

Modellvergleich: Wiking, Lego und Märklin

Nach dem Modellvergleich zwischen Wiking und eko gibt es hier nun weitere Vergleiche zwischen Modellen von Wiking und anderen Herstellern. Dies sind Lego und Märklin, zwei Marktbegleitern, deren Programm-Schwerpunkte (inzwischen) woanders liegen und bei denen die Modellautos nur eines von vielen Produkten waren. In diesen Fällen handelt es sich jeweils um eigenständige Modelle, es wurde zwar das gleiche Vorbild nachgebildet, eine Anlehnung an das Wiking-Modell ist jedoch nicht zu erkennen. Trotzdem ist die unterschiedliche Umsetzung einen Blick wert. Ein Klick vergrößert die Bilder.

Ford 12M "Weltkugel"

Nachdem Märklin nach dem Krieg kurzzeitig auch ein eigenes Sortiment an Kunststoff-Modellautos anbot, wurden diese später nur noch als Ladegut auf den eigenen Eisenbahnwagen genutzt. Übrig blieben dabei vom ursprünglichen Programm nur ein Ford 12M "Weltkugel", ein Mercedes-LKW, sowie später noch ein verglaster Ford 20M. Die Modelle sind ähnlich den Wiking-Drahtachsern gestaltet.

Da das Märklin-Modell kein Chassis besitzt, ist die Stoßstange Teil der Karosserie. Die graue Bemalung der Scheiben ist original, vielleicht sogar eine bessere Scheibenimitation als die Silberung bei Wiking.
Das Heck ist völlig unterschiedlich gestaltet, wobei Wiking dem Original näher kommt. Die Stoßstange sitzt bei Märklin zu hoch, die Heckflossen sind größer. Dafür sind die Rückleuchten detaillierter dargestellt.
Die Seitenlinie des Märklin-Modells ist flacher als die des Wiking-Modells. Auffallend ist der unterschiedliche Abstand zwischen der seitlichen Zierlinie und der unteren Türkante.
Die Front des Wiking-Modells wird durch die dortige Formenkante leider etwas verfremdet. Weltkugel, Kühlergrill und Stoßstange sind bei Märklin wesentlich detaillierter dargestellt.

Mercedes 220 S "Heckflosse"

Lego bot früher ähnlich wie Wiking eine komplette Spielwelt an, dazu gehörten, Straßenpläne, Verkehrsschilder, Bäume, Lampen und weiteres Zubehör. Dazu natürlich die Legosteine mit passenden Fenstern und Türen um Häuser zu bauen und schließlich natürlich auch Autos.
Einen kleinen Eindruck dieser Spielwelt kann man hier gewinnen.

Der Mercedes 220 S von Lego ist etwas größer als sein Wiking Pendant und liegt wesentlich tiefer. Auf einen Mercedes-Stern wurde verzichtet.
Zusammen mit der eleganten Linienführung der Karosserie strahlt das Lego-Modell eine gewisse "prollige Eleganz" aus.
Das Chassis ist, wie bei Lego-PKW üblich, ebener und weniger zerklüftet dargestellt als bei Wiking. Auch bleiben dabei einige Details auf der Strecke. Aber es soll ja Leute geben, denen dieses Perspektive sowieso egal ist ;-)

VW 1500

Hier sieht man ein Detail, bei dem Lego Wiking voraus war, bereits recht früh wurden einige PKW-Modelle mit transparenten Einsätzen für die Scheinwerfer versehen, während Wiking sehr lange bei der Silberung blieb. Leider gehen diese Einsätze auch gerne verloren. Die schlecht sitzende Verglasung macht den guten Eindruck hier wieder zunichte. Bei den Rädern verfolgen sowieso beiden Hersteller eine völlig unterschiedliche Philosophie.
Die hintere Fahrzeughälfte wirkt bei Lego eleganter, das beginnt bei der Dachlinie und setzt sich bei der Form des Kofferaums und der Radausschnitte fort. Auch wirkt das Heck bei Lego länger. Mit einer Wertung tue ich mich schwer, beide Interpretationen haben was.
In der Seitenansicht wird deutlich, dass das Lego-Modell langgestreckter und eleganter wirkt. Insgesamt sind sich die Modelle jedoch so ähnlich, dass man das Lego-Modell durchaus in einer Kiste Wiking-Modelle verstecken könnte.
Von unten zeigt sich das gleiche Bild wie beim Mercedes. Das Chassis ist bei Lego ebener, aber trotzdem detailliert.

VW T1 Kasten

Der T1 von Lego ist ähnlich konstruiert wie der von Wiking, insgesamt aber in allen Richtungen größer. Auffallend die konvexen Scheinwerfer, im Gegensatz zu den konkaven der Wiking-Modelle.
Die Modelle unterscheiden sich in einigen Details, einer Wertung enthalte ich mich.
Auf diesem Bild wird der Größenunterschied besonders deutlich. Den Heckantrieb scheint man bei Lego vergessen zu haben.

MB Rundhauber Pritsche

Der Rundhauber von Lego wirkt gedrungener als der von Wiking. Die Pritsche ist breiter, die Kabine flacher und vorne stärker gerundet.
Von hinten gesehen fallen drei Sachen auf. Die Lego-Pritsche ist an den Stirnseiten völlig glatt, dafür hat die Kabine Heckfenster, die bei Wiking fehlen. Ein wesentlicher Unterschied ist der Zughaken. Während Wiking auf bewegliche Deichsel und somit nach oben gerichtete Zughaken wechselte, blieb der Zughaken bei Lego immer nach unten gerichtet und die Deichsel dementsprechend starr.
Das Lego-Chassis ist durchbrochen und ist völlig anders gestaltet als das von Wiking.
Vorn vorne fällt der völlig unterschiedlich gestaltete Grill auf. Die Bemalung bei Lego ist original, wirkt aber irgendwie unfertig. Da halte ich das silberne Formteil von Wiking für die bessere Lösung. Auch hier ist wieder die unterschiedliche Ausformung der Scheinwerfer zu sehen.
Insgesamt hinterlassen die Modelle von Lego einen guten Eindruck, besser als die von eko und durchaus kompatibel zu Wiking. Die Rolleigenschaften sind dank der Metallräder jedenfalls hervorragend.

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